Der Unterschied zwischen dem Unmöglichen und dem Möglichen liegt in der Entschlossenheit einer Person.

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25. Mai 2019

Next stop: Challenge Championship Samorin, June 2th!

Nächstes Wochenende werde ich zum ersten Mal in Samorin (Slowakei) an den Start gehen. Nach den schwierigen Wochen bin ich heiss auf grosse Rennen, die bedeutendsten Blumentöpfe und grössten sportlichen Herausforderungen!
Neben der WM ist Challenge Family the Championships in Samorin wohl das bedeutendste und auch bestdotierte Rennen über die Mitteldistanz in einmaliger Kulisse. Die neulichen Tests im Winkanal werden mir sicherlich helfen, meine Leistung auf dem schnellen Radparcours der Donau entlang weiter zu optimieren.

Damit muss ich leider nach vielen Jahren auch auf mein glz. stattfindendes Heimrennen in Rapperswil verzichten. Der Entscheid dazu ist mir nicht leicht gefallen. Aber mit dem Ironman Switzerland in Zürich im Juli findet der nächste Saisonhöhepunkt dann wiederum vor der Haustüre statt.

Happy weekend, euer Ruedi
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Next stop: Challenge Championship Samorin, June 2th!

Nächstes Wochenende werde ich zum ersten Mal in Samorin (Slowakei) an den Start gehen. Nach den schwierigen Wochen bin ich heiss auf grosse Rennen, die bedeutendsten Blumentöpfe und grössten sportlichen Herausforderungen!
Neben der WM ist Challenge Family the Championships in Samorin wohl das bedeutendste und auch bestdotierte Rennen über die Mitteldistanz in einmaliger Kulisse. Die neulichen Tests im Winkanal werden mir sicherlich helfen, meine Leistung auf dem schnellen Radparcours der Donau entlang weiter zu optimieren. 

Damit muss ich leider nach vielen Jahren auch auf mein glz. stattfindendes Heimrennen in Rapperswil verzichten. Der Entscheid dazu ist mir nicht leicht gefallen. Aber mit dem Ironman Switzerland in Zürich im Juli findet der nächste Saisonhöhepunkt dann wiederum vor der Haustüre statt. 

Happy weekend, euer Ruedi

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Wünsche Dir bei beiden Events viel Erfolg. Ich starte am IM 70.3 Switzerland in die Triathlonsaison. Danach folgt der Einsatz am Gigathlon im Team "GigaDoDa". Nächstes Jahr plane ich auch Starts auf der Langdistanz.

Viel Spass und Erfolg! See you at The Championship!

23. Mai 2019

Challenge über Challenge... . Die schönsten Siege sind diejenigen, die man am wenigsten erwartet! Wettkampfbericht aus Lissabon

Die letzten zwei Wochen vor dem Race liefen drunter und drüber! Neben den Hüftproblemen lag ich auch noch krankheitshalber mehrere Tage im Bett und brachte anschliessend leim Training nicht mehr viel zu Stande. Im Sport kann sich das Blatt jedoch schnell wieder wenden, sowohl in die eine als auch andere Richtung…

Für einmal ging ich ohne konkrete Erwartungen an den Start. Nachdem ich in den Trainings dank intensiver Betreuung meines hervorragenden Umfeldes meine Hüfte letztlich nicht mehr gespürt hatte, hoffte ich, dass dies auch unter Wettkampfbelastung so bleiben würde. Mit einer passiven Renntaktik wollte ich sicherstellen, dass ich substanzmässig zum Ende der Halbdistanz über 1.9km Swim, 90km Bike und 21km Laufen gut durchhalten würde.
Nach einem durchzogenen Schwimmen im eindrücklichen Areal des ehemaligen Expogeländes fand ich mich auf der Verfolgung der beiden Spitzenreiter, darunter auch der letztjährige Langdistanz Weltmeister aus Spanien, der vor zwei Wochen in Pontevedra an der WM hinter Gomez wiederum den zweiten Rang erzielte. Obwohl ich mich überraschend gut fühlte und gute Wattzahlen drücken konnte, wuchs der Rückstand auf knapp zwei Minuten an, als ich den Halbmarathon in Angriff nahm. Als die ersten Kilometer gut und problemlos liefen, fasste ich weiteres Vertrauen. Die beiden Führenden kamen immer näher, während ich gleichzeitig mein Tempo weiter steigern konnte. Zwar wollte ich mich bewusst nicht zu früh mit Klassierungen etc. auseinandersetzen, sondern mich ganz auf mich und das hier und jetzt konzentrieren. Aber mit zunehmender Erfahrung merkt man natürlich, wenn etwas in der Luft liegt und entsprechendes Handeln angesagt ist.
Letztlich möchte man möglichst als erster über die Ziellinie kommen. Das eigene Agieren ist also immer in Relation zu den härtesten Konkurrenten zu sehen und nicht in absoluter Form, bspw. im Zusammenhang mit einer Zeit oder gewissen Leistung. Genau darum gewinnt auch nicht immer der körperlich „fitteste“ Athlet.

Siege sind immer am schönsten, wenn man nicht unbedingt damit rechnet… Und damit schätzt man die Erfolge auch wieder doppelt! Umso schöner, wenn diese in Begleitung meiner Familie gelingen, welche vor allem auch in den schwierigen Situationen und herausfordernden Zeiten die wichtigste Stütze ist und zusätzlich gefordert wird.

Als WM Revanche würde ich das Rennen nicht bezeichnen, denn diese Chance ist für dieses Jahr vergeben, aber eine gewisse Genugtuung kann ich nicht abstreiten. Und wieder einmal zeigt sich, wie wichtig die mentale Komponente ist und dass man auch in schwierigen Situationen positiv bleibt. In dieser Form gibt es wohl nach wie vor keine bessere Lebensschule als der Sport.

Bis bald, euer Ruedi
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Challenge über Challenge... . Die schönsten Siege sind diejenigen, die man am wenigsten erwartet! Wettkampfbericht aus Lissabon

Die letzten zwei Wochen vor dem Race liefen drunter und drüber! Neben den Hüftproblemen lag ich auch noch krankheitshalber mehrere Tage im Bett und brachte anschliessend leim Training nicht mehr viel zu Stande. Im Sport kann sich das Blatt jedoch schnell wieder wenden, sowohl in die eine als auch andere Richtung…

Für einmal ging ich ohne konkrete Erwartungen an den Start. Nachdem ich in den Trainings dank intensiver Betreuung meines hervorragenden Umfeldes meine Hüfte letztlich nicht mehr gespürt hatte, hoffte ich, dass dies auch unter Wettkampfbelastung so bleiben würde. Mit einer passiven Renntaktik wollte ich sicherstellen, dass ich substanzmässig zum Ende der Halbdistanz über 1.9km Swim, 90km Bike und 21km Laufen gut durchhalten würde.
Nach einem durchzogenen Schwimmen im eindrücklichen Areal des ehemaligen Expogeländes fand ich mich auf der Verfolgung der beiden Spitzenreiter, darunter auch der letztjährige Langdistanz Weltmeister aus Spanien, der vor zwei Wochen in Pontevedra an der WM hinter Gomez wiederum den zweiten Rang erzielte. Obwohl ich mich überraschend gut fühlte und gute Wattzahlen drücken konnte, wuchs der Rückstand auf knapp zwei Minuten an, als ich den Halbmarathon in Angriff nahm. Als die ersten Kilometer gut und problemlos liefen, fasste ich weiteres Vertrauen. Die beiden Führenden kamen immer näher, während ich gleichzeitig mein Tempo weiter steigern konnte. Zwar wollte ich mich bewusst nicht zu früh mit Klassierungen etc. auseinandersetzen, sondern mich ganz auf mich und das hier und jetzt konzentrieren. Aber mit zunehmender Erfahrung merkt man natürlich, wenn etwas in der Luft liegt und entsprechendes Handeln angesagt ist.
Letztlich möchte man möglichst als erster über die Ziellinie kommen. Das eigene Agieren ist also immer in Relation zu den härtesten Konkurrenten zu sehen und nicht in absoluter Form, bspw. im Zusammenhang mit einer Zeit oder gewissen Leistung. Genau darum gewinnt auch nicht immer der körperlich „fitteste“ Athlet.

Siege sind immer am schönsten, wenn man nicht unbedingt damit rechnet… Und damit schätzt man die Erfolge auch wieder doppelt! Umso schöner, wenn diese in Begleitung meiner Familie gelingen, welche vor allem auch in den schwierigen Situationen und herausfordernden Zeiten die wichtigste Stütze ist und zusätzlich gefordert wird.

Als WM Revanche würde ich das Rennen nicht bezeichnen, denn diese Chance ist für dieses Jahr vergeben, aber eine gewisse Genugtuung kann ich nicht abstreiten. Und wieder einmal zeigt sich, wie wichtig die mentale Komponente ist und dass man auch in schwierigen Situationen positiv bleibt. In dieser Form gibt es wohl nach wie vor keine bessere Lebensschule als der Sport.

Bis bald, euer RuediImage attachment

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Toller Bericht, tolle Einstellung. Freue mich bereits auf die nächsten Berichte. Ich steige beim IM 70.3 Switzerland in die Triathlonsaison ein.

Geniesse deinen rennbericht vergesse das hier und jetzt meines eigenen daseins nehme anteil fuehle freude und bin wieder mich selbst. Danke ruedi erhol dich gut. Saluti da tuoro!

Herzlichen Glückwunsch

Wau, so schön 🙂👍 Gratuliere!

Congrats

Freut uns riesig! Klasse gemacht.

Gratuliere Ruedi!!

Sehr gut 😊

👍Top👍

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19. Mai 2019

It’s been some challenging weeks lately but finishing on top at Challenge Lisboa hopefully makes a good end... 😉
Happy to enjoy those moments of racing again.
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It’s been some challenging weeks lately but finishing on top at Challenge Lisboa hopefully makes a good end... 😉
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Superschnell.. Gratuliere, Ruedi

Very happy for you!!!! Congratulations!!!🍾🎉

congratulation

Congratulations

Super, gratuliere 💪

Goennen es dir. Hochverdient pokerstreich die vorbereitung.abbruch neuanlauf ohne unnoetiger kraefteverschleiss! Congrats!

Gratuliere! Super!

Wau super! Gratulierä 👍

glückwunsch👍🏽👏👏

Cool

Gut gemacht 👍

Gratulation👏

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06. Mai 2019

Enttäuschung an der Langdistanz WM in Spanien

Leider verlief der Wettkampf in Pontevedra nicht wie erwünscht und ich musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Anbei einige Einblicke in Wettkampfgeschehen...

Das Schwimmen im Fluss und die Umstände mit der Strömung waren ungewöhnlich. Die 14 grädige Wassertemperatur verursachte eine Verkürzung von 3km auf 1.5km, was auch die Gruppenbildung auf dem Rad begünstigten sollte.

Kurzerhand entschloss ich mich, auf das Einschwimmen zu verzichten, da auch die Lufttemperatur nur knapp 10 Grad aufwies. Stattdessen setzte ich eine warme Mütze auf und versuchte, mich bestmöglich an Land aufzuwärmen. Mindestens der Schneefall von zu Hause blieb uns verschont, stattdessen lachte die Sonne vom wolkenlosen spanischen Himmel. Offensichtlich startete ich nicht von der optimalen Startposition aus und die ersten 100m schien ich in der Strömung beinahe still zu stehen, während auf der andren Startseite die Post abging. Dafür durfte ich mich später von hinten durch das Feld pflügen und durch die zahlreichen eingefangenen Kopfnüsse bin ich dann nach einigen Minuten endgültig im Wettkampfmodus angekommen.

Beim Radfahren bildete sich vorne bereits eine mehrköpfige Spitzengruppe mit den Hauptfavoriten, was bei 10m Windschatten Abstand vor allem in den schnellen Passagen des anspruchsvollen Kurses eine grosse Energieersparnis bedeutet für die folgenden Athleten. Ich wusste, dass meine beste Chance für das erfolgreichste Abschneiden darin besteht, auf den Hauptfavoriten Javier Gomez beim Radfahren eine Differenz herauszufahren für die abschliessenden 30 Laufkilometer. Ich konnte daher nicht zu lange zuwarten und musste schauen, dass ich zurück nach ganz vorne komme. Meine Beine fühlten sich toll an und es gelang mit dann auch quasi im Alleingang, die knapp 2 Minuten zuzufahren. Bei diesem offensiven Vorgehen mit dem ambitionierten Wettkampfziel war ich mir auch bewusst, dass ich damit ein Risiko eingehe. Quasi einen Haufen starker Athleten nach vorne zu ziehen, mit viel weniger Kraftaufwand und Energieverschleiss von ihrer Seite her. Aber die grössten Blumentöpfe gewinnt man halt nur, wenn man bereit ist, volles Risiko einzugehen und aufs Ganze zu gehen! Auf jeden Fall wollte ich mir nichts vorwerfen müssen. Ich fuhr gleich an der Spitzengruppe vorbei und verschärfte das Tempo weiter. Leider zerschlug sich meine Hoffnung ein wenig, denn die Gruppe wurde nicht weiter ausgedünnt, sondern konnte später in seiner ganzen Grösse wieder aufschliessen. Fortan konzentrierte ich mich die letzten Kilometer auf das abschliessende Laufen und eine gute Verpflegung.

Während ich hier regelmässig los lief, war das Tempo der meisten anderen Athleten horrend, die versuchten, mit Gomez mitlaufen. Dieser lief letztlich, frenetisch unterstützt von vielen Tausenden von Zuschauern in den Gassen von Pontevedra, in einer anderen Liga und einem uneingeschränkten Heimsieg entgegen. Gelegentlich wähnte ich mich schon eher an einem Strassenfest denn an einem Triathlon! Auf den letzten 10km des Rennens überschlugen sich die Ereignisse und das Klassement, denn praktisch sämtliche Athleten ganz vorne ausser Gomez brachen ein und verloren noch viel Zeit und zahlreiche Rangierungen. Ich selber hatte aber mehr mit meinen immer stärker auftretenden Schmerzen an der Hüfte zu kämpfen. Schon bald wurde mir klar, dass ich damit meine ganze Saison gefährden könnte und fasste den harten, aber letztlich einzig richtigen Entscheid, das Rennen vorzeitig zu beenden. Nach der ganzen umfangreichen Vorbereitung, den grossen Ambitionen und dem letztlich tollen Formstand eine riesige Enttäuschung!

Vor dem Race waren meine Beschwerden, herrührend vom Auto, das mich in den USA angefahren hat, oberflächlich praktisch vollständig verschwunden. Obwohl mein Körper vor jeder Therapie wieder einen Beckenschiefstand aufwies, schien die Sache auch in den Trainingseinheiten überstanden. Aber offensichtlich bin ich nicht mehr 20 Jahre alt und mit der harten Vorbelastung auf dem 120km langen Radsegment im Wettkampf konnte ich dann beim Laufen muskulär nicht mehr die nötige Spannung halten bzw. kompensieren, um die Disbalance zu kompensieren.

Letztlich gehören solche Enttäuschungen ebenso zum Spitzensport und ich schaue bereits wieder nach vorne. Glücklicherweise habe ich ein gutes Team um mich herum und ich bin zuversichtlich, die gesundheitlichen Herausforderungen bald vollständig in den Griff zu kriegen und meine Form noch in entsprechende Erfolge ummünzen zu können. Entscheidend ist, dass man an Herausforderungen wächst und sich nicht davon unterkriegen lässt. Eine Lektion, die man nirgends so schnell lernt wie im Spitzensport, dafür aber für sein ganzes Leben anwenden darf 😉

Bis bald, euer Ruedi
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Enttäuschung an der Langdistanz WM in Spanien

Leider verlief der Wettkampf in Pontevedra nicht wie erwünscht und ich musste das Rennen vorzeitig aufgeben. Anbei einige Einblicke in Wettkampfgeschehen...
 
Das Schwimmen im Fluss und die Umstände mit der Strömung waren ungewöhnlich. Die 14 grädige Wassertemperatur verursachte eine Verkürzung von 3km auf 1.5km, was auch die Gruppenbildung auf dem Rad begünstigten sollte. 

Kurzerhand entschloss ich mich, auf das Einschwimmen zu verzichten, da auch die Lufttemperatur nur knapp 10 Grad aufwies. Stattdessen setzte ich eine warme Mütze auf und versuchte, mich bestmöglich an Land aufzuwärmen. Mindestens der Schneefall von zu Hause blieb uns verschont, stattdessen lachte die Sonne vom wolkenlosen spanischen Himmel. Offensichtlich startete ich nicht von der optimalen Startposition aus und die ersten 100m schien ich in der Strömung beinahe still zu stehen, während auf der andren Startseite die Post abging. Dafür durfte ich mich später von hinten durch das Feld pflügen und durch die zahlreichen eingefangenen Kopfnüsse bin ich dann nach einigen Minuten endgültig im Wettkampfmodus angekommen.

Beim Radfahren bildete sich vorne bereits eine mehrköpfige Spitzengruppe mit den Hauptfavoriten, was bei 10m Windschatten Abstand vor allem in den schnellen Passagen des anspruchsvollen Kurses eine grosse Energieersparnis bedeutet für die folgenden Athleten. Ich wusste, dass meine beste Chance für das erfolgreichste Abschneiden darin besteht, auf den Hauptfavoriten Javier Gomez beim Radfahren eine Differenz herauszufahren für die abschliessenden 30 Laufkilometer. Ich konnte daher nicht zu lange zuwarten und musste schauen, dass ich zurück nach ganz vorne komme. Meine Beine fühlten sich toll an und es gelang mit dann auch quasi im Alleingang, die knapp 2 Minuten zuzufahren. Bei diesem offensiven Vorgehen mit dem ambitionierten Wettkampfziel war ich mir auch bewusst, dass ich damit ein Risiko eingehe. Quasi einen Haufen starker Athleten nach vorne zu ziehen, mit viel weniger Kraftaufwand und Energieverschleiss von ihrer Seite her. Aber die grössten Blumentöpfe gewinnt man halt nur, wenn man bereit ist, volles Risiko einzugehen und aufs Ganze zu gehen! Auf jeden Fall wollte ich mir nichts vorwerfen müssen. Ich fuhr gleich an der Spitzengruppe vorbei und verschärfte das Tempo weiter. Leider zerschlug sich meine Hoffnung ein wenig, denn die Gruppe wurde nicht weiter ausgedünnt, sondern konnte später in seiner ganzen Grösse wieder aufschliessen. Fortan konzentrierte ich mich die letzten Kilometer auf das abschliessende Laufen und eine gute Verpflegung. 

Während ich hier regelmässig los lief, war das Tempo der meisten anderen Athleten horrend, die versuchten, mit Gomez mitlaufen. Dieser lief letztlich, frenetisch unterstützt von vielen Tausenden von Zuschauern in den Gassen von Pontevedra, in einer anderen Liga und einem uneingeschränkten Heimsieg entgegen. Gelegentlich wähnte ich mich schon eher an einem Strassenfest denn an einem  Triathlon! Auf den letzten 10km des Rennens überschlugen sich die Ereignisse und das Klassement, denn praktisch sämtliche Athleten ganz vorne ausser Gomez brachen ein und verloren noch viel Zeit und zahlreiche Rangierungen. Ich selber hatte aber mehr mit meinen immer stärker auftretenden Schmerzen an der Hüfte zu kämpfen. Schon bald wurde mir klar, dass ich damit meine ganze Saison gefährden könnte und fasste den harten, aber letztlich einzig richtigen Entscheid, das Rennen vorzeitig zu beenden. Nach der ganzen umfangreichen Vorbereitung, den grossen Ambitionen und dem letztlich tollen Formstand eine riesige Enttäuschung!

Vor dem Race waren meine Beschwerden, herrührend vom Auto, das mich in den USA angefahren hat, oberflächlich praktisch vollständig verschwunden. Obwohl mein Körper vor jeder Therapie wieder einen Beckenschiefstand aufwies, schien die Sache auch in den Trainingseinheiten überstanden. Aber offensichtlich bin ich nicht mehr 20 Jahre alt und mit der harten Vorbelastung auf dem 120km langen Radsegment im Wettkampf konnte ich dann beim Laufen muskulär nicht mehr die nötige Spannung halten bzw. kompensieren, um die Disbalance zu kompensieren. 

Letztlich gehören solche Enttäuschungen ebenso zum Spitzensport und ich schaue bereits wieder nach vorne. Glücklicherweise habe ich ein gutes Team um mich herum und ich bin zuversichtlich, die gesundheitlichen Herausforderungen bald vollständig in den Griff zu kriegen und meine Form noch in entsprechende Erfolge ummünzen zu können. Entscheidend ist, dass man an Herausforderungen wächst und sich nicht davon unterkriegen lässt. Eine Lektion, die man nirgends so schnell lernt wie im Spitzensport, dafür aber für sein ganzes Leben anwenden darf ;-)

Bis bald, euer RuediImage attachmentImage attachment

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Gut geschrieben! Gute Erholung!

Danke für die anschauliche Schilderung des Rennens. Ich wünsche dir gute, nachhaltige Regeneration und eine erfolgreiche Fortsetzung der Saison.

Hi Rudi Wünsche Dir gute Genesung auf dass die Hüfte künftig hält !

Gute Erholung und danke für deine tollen und spannenden Rennberichte.Verfolge die immer mit viel Interesse, man kann ja als Hobby Triathlet auch immer was dabei mitnehmen😉Ich habe ja mal ein Neopren von Dir gekauft, das war noch zu beginn meiner aktiven Triathlon Zeit vor rund 10 Jahren😉 Liebe Grüsse und weiterhin ein erfolgreiche Saison, Thomas

Gute Genesung und eine schöne Heimreise in die Schweiz. Du wirst schon eine gute Saison noch ablegen .👍

Gute Erholung 🍀, mir gefällt wie Du deine Wettkämpfe in der Öffentlichkeit niederschreibst, das gibt mir oder auch anderen ein besseres gesamt Bild von deiner Sportlichen Belastung 💪, das mit denn Laufsplits fällt mir auch bei anderen Veranstaltungen auf, die werden immer Schneller 🤯 Bis zum nächsten Wettkampf wünsche ich Dir gute Genesung 😉

Ein warer Profi, der auch bei schwierigen Entscheidungen „das Ganze sieht“. Hut ab Ruedi...und für viele Ambitionierte Athleten ein gutes Vorbild

Vielen Dank für den tollen Bericht. Ich wünsche Dir gute Erholung/Genesung. Irgendwann ist die gebührende Belohnung bereit. 👍

Einmal mehr ein Superrenbericht! Danke dafür. Wir hoffen dass du dich schnell und vollständig erholst, sodass du deine nächsten Rennen in Top Verfassung antreten und dein Potential allen zeigen kannst. ich werde auch beim nächsten Rennen entweder live oder am Compi dabei sein und stolz auf dich sein! Liebe Gruess Rolf und Silvia

Toi Toi Toi gute Erholung und einen tollen nächsten Wettkampf wünsche ich dir💪🏼

Gute Erholung und dann weiterhin viel Erfolg Ruedi🙏... 🚀💪

super sympathisch geschrieben 👌❗️❗️❗️ gute genesung und alles gute für die restliche saison 🔥💪🏼

Gute Erholung und Besserung 😊

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04. Mai 2019

A DNF always sucks, especially at your key races, even when you know it is the only right decision.
I made my way back into the lead positions on the bike only to realize the hip issues from my crash still have not completely healed out under race effort. It was a hard decision to eventually drop out in the run with the health issues getting worse. But not to risk the season was certainly the only right decision.

At the moment, I am very disappointed. Also for not being able to give something back to the people that support me with their best effort and time day by day. With some distance I might be proud on today`s performance and the race spirit I put on the line on the bike. You should never negret to go for it and chase the biggest goals... The reward and satisfaction sometimes come in different ways.

Pontevedra definitely did not disappoint. A unique race experiene with this amazing crowd and with local Javier Gomez the well deserved Long Distance World Champion.
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A DNF always sucks, especially at your key races, even when you know it is the only right decision.
I made my way back into the lead positions on the bike only to realize the hip issues from my crash still have not completely healed out under race effort. It was a hard decision to eventually drop out in the run with the health issues getting worse. But not to risk the season was certainly the only right decision.
 
At the moment, I am very disappointed. Also for not being able to give something back to the people that support me with their best effort and time day by day. With some distance I might be proud on today`s performance and the race spirit I put on the line on the bike. You should never negret to go for it and chase the biggest goals... The reward and satisfaction sometimes come in different ways.

Pontevedra definitely did not disappoint. A unique race experiene with this amazing crowd and with local Javier Gomez the well deserved Long Distance World Champion.Image attachmentImage attachment

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It had to be difficult decision but the only possible. You did the best for this race and other are before you! Take care!

That's very hard, can understand that you're dissappointed.. Wishing you a good recovery and get well soon!!

Recover fast ...

Get well soon, waiting for you is Challenge Lisboa! 💪

Well done anyway Ruedi - and health always has priority👍

Ich verstah din Frust! Erhol dich ganz guät und Kopf hoch 🙂

No regrets. You gave your best!

Hard but good decision, keep going!

Head up... there is a real big gaol this season 😉

Intelligenter Entscheid Ruedi und einen Wild kommt dafür umso stärker zurück..💪

Gute Besserung Ruedi!

Gesundheit geht immer vor! Kurier Dich gut aus! All the best vom Sommer 🤙

Gute Besserung!!!!!

Gueti Besserig 🍀

Gute Entscheidung und gute Besserung!

Gute Entscheidung, auch wenn sie natürlich schwer fällt. Wünsche Dir Geduld und rasche Genesung. Das macht Dich nur noch stärker.

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