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2011* Saisonabschluss beim Weltcup in Huatulco



Saisonabschluss beim Weltcup in Huatulco, Mexiko

Mit hohen Erwartungen gestartet, muss ich mich bei meinem Lieblingsrennen unter extrem harten klimatischen Bedingungen mit Rang 13. begnügen.

Die extremen Bedingungen mit rund 35 Grad Lufttemperatur und hoher Luftfeuchtigkeit forderten mir heute alles ab! Das Schwimmen im warmen Meer war  aufgrund der bergigen Radstrecke für einmal nicht sonderlich vorentscheidend. Nach rund der Hälfte der Radstrecke konnte ich mich zur Spitze vorarbeiten, doch meine grösste Sorge galt dem Wasserhaushalt. Meine beiden  Radtrinkflaschen mit über 1.5 Liter Flüssigkeit waren schon fast ganz leer! Für den restlichen Radabschnitt musste ich meine Getränke rationieren… Der Wettkampf verkam nun eher zum Überlebenskampf! Das Laufen ging ich aus diesem Grund verhältnismässig dosiert an und trank wo immer ich konnte, aber der Körper war schon völlig dehydriert. Die Beine fühlten sich immer noch sehr gut an, für einmal waren sie nicht wie normalerweise der limitierende Faktor. Nach der Hälfte des Laufabschnittes lag ich immer noch in aussichtsreicher Position auf dem sechsten Rang, fiel nun aber immer weiter zurück.  Zu diesem Zeitpunkt glaubte ich schon fast nicht mehr an ein Finishen – ein Phänomen, welches normalerweise wohl eher bei der Langdistanz üblich ist. Andere Athleten nahm ich kaum mehr wahr und hatte im Ziel auch keine Ahnung, wie ich mich positioniert hatte.  Nach einem „Bad“ in der eisgekühlten Getränkebox und einigen Litern Flüssigkeit kam ich dann aber langsam wieder zu „vollem Bewusstsein“.

Gerne hätte ich heute der erfolgreichen Saison noch das i Pünktchen aufgesetzt, die Voraussetzungen wären ideal gewesen! Natürlich steigt mit den erfolgreichen Wettkämpfen nicht nur das Selbstvertrauen, sondern auch die Erwartungshaltung – heute wollte ich mehr als nur ein Wörtchen um den Sieg mitreden, vor allem nach den beiden 2ten Plätze in den Vorjahren! Letztendlich war es mehr ein Kampf mit mir selber und trotz der schwierigen Situation konnte ich das Rennen noch ansprechend beenden. Aus diesem Grund bin ich auch nicht enttäuscht über die Platzierung.

Nun freue ich mich auf den trainingsfreien Monat und die Ferientage hier in Mexiko, damit ich in der kommenden Olympiasaison wieder voll angreifen kann ;-) Und eines steht fest: Eine dritte Bidonhalterung am Rennrad wird in London bestimmt nicht nötig sein!

Euer Ruedi

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2011* Start in die Olympiasaison
2011* Letztes Saisonrennen in Mexiko