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2. Rang am Ironman 70.3 Österreich

Sechs Wochen musste ich mich gedulden, bis ich endlich wieder bereit war für eine wettkampfmässige Belastung nach dem Ironman in Südafrika. Nicht nur die Vorbereitung, sondern auch die Erholung dauert auf der langen Distanz um einiges länger. Im Kopf war ich bereit für den zweiten Teil der Saison, aber würde auch meine Physis bereits wieder dazu ausreichen, ganz vorne mitzumischen?

 

Nach einigen Metern in der „Waschmaschine“ beim Schwimmstart war ich dann definitiv wachgerüttelt! Ich konnte mich erfolgreich an die Füsse der Top Schwimmer heften, wo ich mich denn auch bis zum Ende festbeissen konnte. Ein mehr als vielversprechender Start!

Die bekannten Radraketen im Feld legten auf der komplett gesperrten Autobahn sehr agressiv los und ich musste mich schon sehr klein machen, um bei fast 50kmh nicht schon vorentscheidend den Anschluss zu verlieren. Mit der Länge der 90km und über 1000 Höhenmetern fühlte ich mich aber immer besser und konnte letztlich eine gute Radleistung abliefern. Einzig den späteren Sieger musste ich mit 3min Vorsprung (vorentscheidend) ziehen lassen und ging als dritter auf den abschliessenden Halbmarathon.

Obwohl hier in der Vorbereitung noch am meisten beeinträchtigt (3 Wochen praktisch ohne Lauftraining), konnte ich mich auf die gewohnt starke Leistung verlassen und mit dem besten Laufsplit auf den 2. Rang nach vorne arbeiten. Da blieb auch noch Zeit, die tolle Stimmung und das Folksfest an der Wettkampfstrecke bewusst zu geniessen. Die Österreicher wissen wirklich, wie sie solche Dinge anpacken müssen, mitsamt dem 5l Bier Humpen im Ziel, der zur Dusche bereit stand ;-) 

Mit dem Resultat und meinem Formstand bin ich sehr zufrieden und schaue zuversichtlich auf die kommenden Herausforderungen. In knapp 2 Wochen (Sonntag 5. Juni, Start um 7.55) möchte ich am Ironman 70.3 Switzerland in Rapperswil meinen Vorjahrestitel nur zu gerne verteidigen und freue mich jetzt schon, dabei viele bekannte Gesichter am Streckenrand zu sehen! Rapperswil ist ja bekannt als die „Stadt der Rosen“ und so hoffe ich für einmal nicht auf einen Blumen-, sondern ganz grossen Rosentopf!