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Vorbereitung auf die Hauptsaison

Die Jagd nach den Kamelen in Arabien Ende Februar hatte einige Körner gekostet und so standen nach einer kurzen Erholungsphase vorwiegend Trainingswochen im Grundlagenbereich im Vordergrund.

Dank dem strengen Winter konnte ich wiederum zahlreiche Langlaufeinheiten in nächster Umgebung absolvieren und effektiv an meinen Grundlagen arbeiten, ohne dabei schon  zu viel in die Spezifität gehen zu müssen (diese möchte ich so lange als möglich aufsparen, um dann in der Wettkampfphase so richtig in Top Form zukommen) Gleichzeitig nutze ich auch die Zeit, um verschiedene Anpassungen vorzunehmen, bspw. Radpositionen zu testen um mich an mein neues Wettkampfmaterial zu gewöhnen. Dieses soll schliesslich nicht nur stylisch aussehen, sondern auch optimal angepasst werden an meine Bedürfnisse, damit es seine volle Stärke entfalten kann. Das neuste und beste Material zu bekommen ist dann eines der schönen Privilegien, die man als Profi Athlet geniessen darf. Der Abschluss dieser Phase bildeten Aerodynamik Tests im Velodrome von Grenchen,  wo ich zusammen mit den Sportwissenschaftlern von Magglingen an meiner Radposition feilte. Einige meiner Ideen und Anpassungen musste ich dabei verwerfen, dafür entstanden wiederum neue Überlegungen, die ich nun am Umsetzten bin. Solche zusätzliche Aufwendungen brauchen natürlich auch immer viel Zeit und Energie, sind aber unumgänglich, wenn man auf Profiniveau Erfolg haben möchten. Nicht nur das Training, sondern auch Faktoren wie Erholung, optimale Reiseplanung,  mentale Komponenten oder eben das Material haben  letztendlich wichtigen Einfluss über  top oder flopp bzw. Randzeile oder Schlagzeile– der Unterschied liegt häufig im Detail!  

Mein erster wichtiger Wettkampf ist Ende Mai in Rimini/Italien über die Mitteldistanz, wo die EM Medaillen vergeben wird. Bereits vor 13 Jahren durfte ich an selber Stätte anlässlich der Junioren Duathlon WM einer meiner ersten internationalen Wettkämpfe bestreiten. Bevor ich dann in Schweden Ende Juni  an der WM mein Debut über die lange Distanz gebe, steht am 7. Juni noch das Rennen in Rapperswil an (Halbironman), wo ich mich wiederum über zahlreiche Heimunterstützung freue. Wie bereits letztes Jahr beschrieben lässt sich ein Besuch dieses Wettkampfes in der Rosenstad optimal mit einem Familienausflug kombinieren.

Die Vorbereitung läuft auch Hochtour. Nach einem knapp 9 tägigen Trainingslager auf Gran Canaria habe ich nun vergangenes Wochenende zum Abschluss meines grossen Trainingsblockes noch die Challenge Fuerteventura bestritten. Der 5. Rang in einem dichten Rennen war solide, aber beim Laufen fehlte mich noch etwas der letzte Gang, um ganz um die vordersten Positionen mitkämpfen zu können. Genau um diesen Punkt wird es nun auch im nächsten harten Trainingsblock gehen, damit ich dann in ein paar Wochen wieder die volle Kapazität und einen grösseren Hubraum des Motores ausnutzen kann.  

Meine eigenen Ansprüchen sind naturgemäss nach der letzten erfolgreichen Saisons angestiegen und deshalb habe ich mich entschieden, nochmals etwas differenzierter vorzugehen bei der Planung und  mehr in die Vorbereitung der Hauptwettkämpfe zu investieren, dafür einige Kompromisse bei den „normalen Wettkämpfen“ in Kauf zu nehmen. Genügend Blumentöpfe habe ich ja inzwischen gesammelt, jetzt darf ich dafür die ganz prächtigen ins Auge fassen ;-)                   

Das Programm der nächsten 2 Monate:

17.5 Duathlon Schweizermeisterschaft, Zofingen   Distanz:  4-16-4-16-4

24.5 ITU/Challenge EM  Mitteldistanz, Rimini  Distanz: 1.9-90-21

7.5. Halbironman Rapperswil  Distanz: 1.9-90-21

27.6 ITU Langdistanz Weltmeisterschaft, Schweden  Distanz: 4-120-30  

 

Liebe Grüsse

Ruedi Wild