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Sieg am Challenge Phuket

Nach einer starken Leistung in einem Weltklassefeld konnte ich meinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen.

Einige Wochen sind seit der WM Ende August vergangen, und es scheint, dass mir die mentale Wettkampfpause sehr gut getan hat. Bereits beim Blick auf die Startliste wurde mir bewusst, dass nur bei einer absoluten Topleistung Chancen auf das Podium oder gar den Sieg bestünden. Ausser der WM war dies mit Bestimmtheit eines der stärksten Profistartfelder in diesem Jahr – anscheinend hat sich die schöne Wettkampfstätte mittlerweile breit herumgesprochen, wobei ich selber sicherlich auch nicht ganz unschuldig bin ;-)

Ich wusste, dass meine Erfahrung auf dieser anspruchsvollen Strecke sicherlich ein Vorteil sein würde und ich diese unbedingt nutzen musste. Schwimmen zuerst Meer, danach in Süsswasser, eine technische Radstrecke mit sehr steilen (bis 22% Gefälle!) Aufstiegen und Abfahrten sowie streunenden Hunden, Hühnern, Eseln oder auch Ochsen, die immer mal wieder die Strasse überqueren - dies alles bei hoher Luftfeuchtigkeit und Temperaturen weit jenseits der 30 Grad Marke!

Der Schwimmauftakt gelang mit ideal und mit 9 weiteren Konkurrenten konnte ich die 90km Rad von der Spitze aus in Angriff nehmen. Unter dem horrenden Tempo (Gesamtschnitt weit jenseits von 40kmh) und wegen den vielen technischen Passagen verkleinerte sich die Gruppe zusehends. Nicht wenige (top) Athleten landeten auch in den Büschen oder auf dem harten Asphalt. Es galt also, das Risiko entsprechend zu kalkulieren und ständig voll fokussiert zu sein. In idealer Ausgangslage kam ich auf den abschliessenden Halbmarathon, wo ich mich wohlwissend zunächst noch etwas zurückhielt, während einige Konkurrenten wohl etwas zu motiviert losliefen. Zu viele male schon habe ich hier selber erlebt, wie einer nach dem anderen auf der zweiten Hälfte den Extrembedingungen Tribut zahlen musste, weil er sich nicht genügen mit Schwämmen, Eis etc. runtergekühlt oder zu wenig getrunken hatte… (während ich dieses Mal bis zu 2l Flüssigkeit/h zu mir nahm!) Ich konnte mein Tempo ständig erhöhen und auf der zweiten Hälfte die Führung übernehmen, welche ich erfolgreich bis ins Ziel verteidigen konnte. Ein weiterer schöner und wertvoller Sieg wurde Tatsache! Und da meine Kollegin und Trainingspartnerin Simone Brändli ebenfalls bei den Damen gewinnen konnte, war Phuket für einen Tag fest in Schweizer Händen!

Bald geht es weiter nach Bahrain/Arabien zum letzten Wettkampf, wo ich nächstes Wochenende die Saison abschliessen werde, bevor ich mich anschliessend nach einem weiteren erfolgreichen Jahr  in die wohlverdiente Trainingspause verabschiede…