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Sieg in St. Anthony's!

Nach einer meiner besten Leistungen überhaupt konnte ich mich am prestigeträchtigen Rennen in den USA gegen die hochkarätige Konkurrenz durchsetzen und so einen meiner bisher grössten Erfolge erzielen. Der Rennstart in St. Petersburg/Florida erfolgte mehr oder weniger bei Tagesanbruch.

Vielleicht gar nicht allzu schlecht, um sich nicht allzu sehr von den anwesenden Konkurrenten beindrucken zu lassen. Mehr oder weniger alles mit Rang und Namen über dieses in den USA sehr populären „non drafting Formates“ über die Olympische Distanz war am Start. Das Rennen existiert denn auch schon seit über 30 Jahren und die Teilnehmerzahlen mussten auf rund 6000 Athleten beschränkt werden. Trotz einer guten Schwimmleistung, wo ich rund 20 Sekunden auf die erste Gruppe verlor, musste ich lange kämpfen, bis ich wieder zu dieser vorstossen konnte. Im Soge von rund 15 Athleten fährt es sich definitiv einfacher, auch wenn die 10m Abstand Regel von den US Marshall strikte überwacht wird und schnell Strafen ausgesprochen werden. Beim restlichen Part des Radabschnittes beschränkte ich mich auf eine energiesparende Fahrweise, wenn man ein Stundenmittel von rund 45kmh denn so bezeichnen kann. Beim Laufen ging es wiederum los wie die Feuerwehr. Wohl wusste ich um meinen tollen Formstand, aber die 14. Position nach dem ersten Kilometer war dennoch ein leichter Dämpfer. Wiederum konnte ich jedoch die angeschlagene Pace durchlaufen und mich mit einem super Lauffeeling ständig weiter nach vorne arbeiten. Plötzlich war auch das Führungsfahrzeug nicht mehr weit weg und ich realisierte, dass am heutigen Tag alles möglich war! Das zunehmende Adrenalin liess mich die Schmerzen vergessen und mit einem starken Finish konnte ich auch noch die stärksten Konkurrenten ein- und überholten und mich, ehrlicherweise doch etwas überraschend, als Sieger feiern lassen. Aber die Feste soll man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen!

Es grüsst aus Florida Ruedi Wild